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Hallo!

Anstatt Gebetsmühlenartig etwas nachzuplappern oder einfach etwas vorbehaltslos zu glauben was andere Leute sagen hab ich einfach die Probe aufs Exempel gemacht um mir selber zum leidigen Thema Linux vs. Windows die "Erleuchtung" zu verschaffen. Und zwar lief auf meinem Rechner seit bald 2 Wochen eine komplette Installation der SuSe Linux-Distribution 9.0 Professional, also der aktuellsten und benutzerfreundlichsten Version dieses Betriebssystemes.

Die Installation ist überhaupt kein Problem. DVD ins Laufwerk schieben und die Installationsroutine einfach machen lassen. Zwischendurch gibts mal die eine oder andere kleine Frage zur Konfiguration, man wählt das gewünschte aus und der Installationsprozess schreitet voran. Von da her also wirklich vorbildlich gelöst, auch für den Lunix-Einsteiger in diese Betriebssystemwelt problemlos zu "erobern".

Mit der Hardware scheint es bei gängigen Produkten (welche sich in meinen Rechner befinden) auch keine Probleme zu geben. Grafikkarte (GF4), Drucker (HP), Soundkarte (Asus-Onboard), usw. wurden anstandslos in Betrieb genommen. Nicht mehr wie gewünscht lief es übrigens mit meinen Eingabegeräten. Weder dem Logitech iFeel Mouseman (mit der seitlichen Extra-Taste) noch dem Microsoft Office-Keyboard (mit vielen nützlichen Kurzfunktions-Tasten und dem Scrollrad) konnten alle Funktionen entlockt werden die die Geräte bieten würden, es blieb bei der Basisfunktionalität der entsprechenden Standardkomponenten (wenigstens das Mausrad funktionierte)

Auch beim laufenden Betrieb ist allerdings dann nicht mehr alles Eitel Wonne. Erstens mal braucht dieses Betriebssystem inklusive der grafischen Oberfläche sehr lange bist man wirklich damit zu arbeiten beginnen kann, ein für den Heimrechner konfiguriertes XP ist hier wesentlich schneller einsatzbereit. Die Grafische Oberfläche (KDE) schaute wiederum sehr gut aus, obwohl man nicht verhehlen kann dass man es einfach dem Windows-Look nachtun wollte. Warum man dann allerdings nicht den letzten Schritt in Richtung Benutzerfreundlichkeit gegangen ist weis wohl nur der Schaffer dieser Software. Sind mehrere Programme offen, finden die sich nicht in der Task-Leiste wieder, sondern sind erst mit Alt-Tab wieder an die Oberfläche zu bringen. Warum dann die Leiste? Einen ausgeklügelten und einfach zu bedienenden Datei-Explorer hab ich ebenfalls nicht gefunden. Die vielen mitgebrachten Programme im Bereich Grafik und Office sind ja recht nett (speziell weil die Vielfalt auf den ersten Blick sehr vielversprechend aussieht), doch können sie mit professionellen Programmen die jeder Windows-Nutzer daheim hat (wir wissen woher) bei weitem nicht mithalten. Ob es jetzt um Office-Produkte geht oder um Grafikprogramme oder um sonstige Sachen, die Auswahl in der Distri würde zwar alles abdecken, doch die Programme sind eigentlich nur als *TRÖT*isch einzustufen, mehr kann man von Freeware bzw. nichkommerziellen OpenSource Programmen halt nicht erwarten.

Genauso wie die leidige Browser Geschichte. Die beiden Browser die mitkommen (Standardbrowser und Mozilla) sind wirklich nur simpelste Frontends, was im Prinzip kein Problem ist weil es ja den Netscape für Linux gibt. Zwar nur in Englisch, aber das ist ja egal. Doch leider sieht man spätestens jetzt ganz deutlich warum der Netscape nur mehr auf sehr wenigen Rechnern zu finden ist (ganz im Gegensatz zu früher). Die Bedienung, die Funktionen und die "Browser-Flottigkeit" sind zwar vorbildlich doch liefern viele Seiten dadurch dass sie anscheinend für IE optimiert sind nur unzureichende grafische Qualitäten. Mal ist die Schrift so klein dass man sie nicht lesen kann (hier hilft wohl der Zoom, aber bitte warum kann der IE das auch ohne?), dann ist sie wieder so gross dass es für stark fehlsichtige Menschen auch noch ausgeht, manchmal fehlt einfach eine Linie oder die Proportionen der Seite passen überhaupt nicht. Poppt ein neues Fenster auf und man verkleinert es erst mal um es später zu lesen...ist es fort. Ach ja, der geübte Linuxer weis mittlerweile den Trick mit Alt-TAB und holt es wieder "ans Licht".

Gar nicht erst reden brauchen wir wenn es um spezielle Programme gibt für ganz spezifische Anwendungsfälle, wie sie zum Beispiel im Business-Bereich gang und gebe sind, geht. Die gibt es für Linux schlicht und einfach nicht, das heisst auf meinem Firmennotebook hätte es nichts verloren, ich könnte meine Arbeit damit nicht machen (spezielle Messprogramme, Programme zur Dokumentation, Steuerprogramme für automatisierte Hardware, Programme zur Erfassung und Protokollierung von Daten automatischer Messsysteme mit standarisierten Schnittstellen).

1.9.09 23:34


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M.a.d.a.m.e.








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